«Ein Traum von einem Ballkleid» Werke aus dem Bilderlager der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel
Die Reihe Verborgene Schätze aus Schweizer Psychiatrien des open art museum St.Gallen wird durch die Ausstellung «Ein Traum von einem Ballkleid» erweitert. Erstmals, vom 28. August 2025 bis 22.Februar 2026, werden künstlerische Arbeiten aus dem Bilderlager der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel öffentlich gezeigt. Dabei sollen auch neue Perspektiven der Healing Art und kreative Wege der mentalen Gesundheitsförderung eröffnet werden.
Nach der Präsentation in den UPK Basel zwischen Dezember 2024 und März 2025 ist die Ausstellung nun im open art museum, dem Zentrum für schweizerische Outsider Art, Art Brut und Naive Kunst zu sehen – ergänzt um zusätzliche Werke, die den Einblick in den Bestand vertiefen. Die gezeigten Arbeiten wirken als gesellschaftliche Seismografen. In ihnen spiegelt sich die Wahrnehmung der Welt zu unterschiedlichen Zeiten auf eine persönliche, direkte Weise. Die meisten künstlerischen Arbeiten aus dem Bilderlager der UPK Basel entstanden von Patientinnen und Patiennten vor Ort in den Jahren 1960 bis 1990. Zum ersten Mal sind diese nun öffentlich zu sehen.
Béatrice Schweizer (1936–2013) Ohne Titel (Mandala mit Grotesken), 1998 Kreide auf Papier, UPK Basel Kunstarchiv, Schenkung Benny Schweizer
Jenseits grossen Schauen mit international bekannten Künstlerinnen, und Künstler schlummern bis heute noch viele ungesehene Werke und kaum beachtete Sammlungen in den psychiatrischen Kliniken und Staatsarchiven. Diesen will das open art museum mit der Reihe Verborgene Schätze aus Schweizer Psychiatrien eine Bühne geben. Die St.Galler Ausstellung konzentriert sich auf den Bestand des Bilderlagers der UPK. Aus der eigenen Sammlung sind lediglich Zeichnungen von Peter Wirz (1915–2000) beigefügt, der ebenfalls Patient in den UPK Basel war.
«Ein Traum von einem Ballkleid» 28. August 25 bis 22. Februar 2026
open art museum St.Gallen dem Zentrum für schweizerische Outsider Art, Art Brut und Naive Kunst
Vernissage Mittwoch 27. August 2025 um 18:30 Uhr
Alle sind herzlich eingeladen! Mit Apéro.
Mit einem Gespräch über das Bilderlager der UPK Basel mit Annetta Neyenhuys, Dipl. Kunsttherapeutin, und Prof. Dr. André Nienaber, Direktor Pflege, MTD, Soziale Arbeit.
Vera Geigy (1937–?) Ohne Titel (Interieur mit Jagdtrophäe undUhr), undatiert Bleistift und Farbstift auf Papier, UPK Basel Kunstarchiv
Das Begleitprogramm im Überblick
Samstag, 13. September 2025, 18–24 Uhr
St.Galler Museumsnacht «ver-rückt»
Mit Auftritt von Isabelle la Belle (Buffpapier)
Eintritt: 24 CHF für die ganze Nacht
Samstag, 15. November 2025, 15–17 Uhr
Nur die Bilder verlieren ihr Gedächtnis nicht. Was bewirkt Kunsttherapie?
Workshop und Führung mit den Kunst- und Gestaltungstherapeutinnen Annetta Neyenhuys und Renate Rahn (UPK Basel). Der Workshop bietet die persönliche Erfahrung, wie künstlerische Prozesse angeleitet werden können und was das freie Gestalten in uns bewirken kann.
30 CHF (inkl. Ausstellungseintritt). Anmeldung:
Sonntag, 18. Januar 2026, 11 Uhr
Selbst Bild Gestaltung.
Ein Ausstellungsrundgang im Dialog mit der Basler Künstlerin Ursula Bohren. Sie hat den Aufbau des Bilderlagers miterlebt und einige Patientinnen als Künstlerinnen kennengelernt. Sie gehörte der Kunstkommission der UPK Basel an.
9 CHF (inkl. Ausstellungseintritt)
Donnerstag, 22. Januar 2026, 18 Uhr
Museum auf Rezept – wie sinnliche Erlebnisse die Gesundheit fördern
Stadträtin Julie Courcier Delafontaine und Marianne de Reynier Nevsky, Leiterin des Ateliers der Museen, haben in Neuchâtel das Projekt «Museum auf Rezept» initiiert. Sie diskutieren mit der St.Galler Stadträtin Sonja Lüthi über Erfahrungen und Chancen.
9 CHF (inkl. Ausstellungseintritt)
Sonntag, 15. Februar 2026, 10–12 Uhr
Starte achtsam in den Tag – Meditation im Museum.
Meditations-Workshop mit Kristina Pranjic und anschliessender Führung
30 CHF (inkl. Ausstellungseintritt). Anmeldung:
Sonntag, 22. Februar 2026, 11–14 Uhr
Essen für Körper & Seele.
Die heilsame Wirkung von gutem Essen geniessen – mit Frühstückskreationen von Nicole Bernhardsgrütter von grün & fein
30 CHF (inkl. Ausstellungseintritt). Anmeldung:
Ausstellungsrundgänge jeweils um 18 Uhr
24.9.25 | 22.10.25 | 19.11.25 | 10.12.25 | 11.2.26
Béatrice Schweizer (1936–2013) «5’ nach Pertranquil/ bewegt sich», undatiert Kugelschreiber auf Papier, UPK Basel Kunstarchiv, Schenkung Benny Schweizer

